Dienstag, April 10, 2007

selbststaendiges Arbeiten

Meine eigentliche Betreuerin ist, nachdem sie mir gesagt hat, dass ich einen Artikel ueber Elektroflotation von schwermetallhaltigem Abwasser schreiben soll, welcher anschliessend in einer internationalen Zeitschrift veroeffentlicht werden soll, nicht mehr anzutreffen. Im Labor hat sonst auch keiner Ahnung, was ich machen soll.
Eine Studentin schreibt zwar ihre Masterarbeit ueber ein aehnliches Thema. Allerdings beschaefftigt sie sich nicht mit der Mitfaellung von Metallen durch Elektrolyse, sondern die elektrolytische Koagulation von oelhaltigem Abwasser durch Al(III)-Ionen. Die einzige Gemeinsamkeit ist also, dass wir beide Versuchen "Strom" benutzen.

Daher habe ich die vergangene Zeit habe damit verbracht Literaturrecherche zu betreiben. Bei der sich herausstellte, dass der Mechanismus der "Elektrokoagullation" nur unzureichend verstanden ist und sich die meisten veroeffentlichten Artikel daher die Abwasserreinigungsmethode rein phaenomenologisch beschreiben und nicht alle fuer der Vorgang moeglicherweise wichtigen Parameter beinhalten.

Ich habe mich in der Woche dazu entschlossen den Einfluss des pH-Wertes, des pE-Wertes und der Chlorid-Konzentration bei der Mitfaellung von Cd(II), Cr(III) und Cu(II) durch in situ durch Elektrolyse erzeugte Fe-Ionen zu untersuchen. Alle bisherigen Studien haben den Einfluss des pE-Wertes und der Cl-Ionen Konzentration nicht beruecksichtigt.

Da angeblich hauptsaechlich Hydroxide mitgefaellt werden kann eine hohe Cl-Konzentration womoeglich einen neagtiven Einfluss durch Komplexierung der Ionen auf die Effektivitaet haben. Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass Cd durch NH3 komplexiert wird und dadurch nicht mitgefaellt. Allerdings wurde NH4Cl verwendet. Nachdem ich einige Berechnungen mit PHREEQC durchgefuehrt habe gehe ich eher davon aus, dass der in dem Artikel erwaehnte Effekt eher auf Komplexierung durch Cl-Ionen zurueckzufuehren ist.

Wie der pe-Wert die Mitfaellung beeinflusst weiss ich noch nicht. Ich gehe aber eher davon aus, dass sich ein unguenstiger pe-wert, aehnlich wie ein unguenstiger pH-Wert, die Behandlungsdauer beeinflusst.

Morgen werde ich mir erstmal ein Leitfaehigkeitmessgeraet und ein Potentiometer zur Bestimmung des Redoxpotential irgendwo klauen muessen. Nachdem ich heute zwei orginalverpackte Shimadzu GC-MS's in das Labor karren durfte. Das Leben ist hart im Labor gibt es die einfachsten Messgeraete nicht und an einem Tag kommen gleich ZWEI GC-MS im Labor an.

Dienstag, April 03, 2007

Hochzeit, WG, Uni, Sao Carlos und zwischendurch was forschen

So ich bin eeeewig nicht mehr dazu gekommen einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Was unter anderem auch damit zu tun hat, dass einfach zuviel los war.

Ich war auf einer Hochzeit, einem Geburtstag in der Chacara einer Arbeitskollegin meiner Tante (ein Maisfest es gab nur Nahrung, die Mais enthielt oder mit Mais gegessen wird), bin zwei Tage zwischen Sao Carlos und Campinas hin und her gependelt (Strecke von etwa 2 Std.), bin in eine WG bestehend aus 9 Kerlen in einem Haus mit jeweils 3 Leuten pro Zimmer, bekritzelten Wänden und einem Dackel eingezogen.

Nebenbei war ich auf der Taufe der Bio-Erstis meiner städtischen Konkurezzuini (UFSCar), bei denen ihnen ein Sptizname verliehen wird, sie ihn mit einem Glas Strohrum ähnlichen Gebräu betrinken müssen und bei der den männlichen Erstsemestern die Haare abrasiert werden, einer Bio-Party (nicht so ein kleines Ding wie in unserem AStA-Keller, ein wirklich grosses Ding), einem Rockbandfestival auf dem Campusgelände und natürlich war ich am Wochenende mit meinem Cousin am Strand und mir einen leichten Sonnenbrand geholt, der mich daruf aufmerksam gemacht hat, dass Sonnenschutzfaktor 15 wohl etwas wenig für meine nur an der Mondschein gewöhnte Haut ist.

Ein paarmal mit der Capoeiragruppe der Uni trainiert und natürlich ist nebenbei meine Cousine aus Belem (ca 6000km von Campinas entfernt) mit ihrem Baby zu Besuch. Fotos folgen...

Donnerstag, März 22, 2007

Laborsicherheit

Ja ja, was man so alles erlebt. Bisher habe ich die Sicherheitsbelehrungen der Praktika immer als amüsant empfunden, da ich mich immer gefragt und gedacht habe:

wer will schon im Labor essen?
und wie soll man überhaupt mit dem Mund pipettieren?
Schutzbrille benutzen - ist doch eigentlich klar - Augen hat man ja nicht soviele
und Kittel, naja eigentlich nicht soooo wichtig, aber die Kleidung versauen will ich mir ja nicht unbedingt

Wie man mit dem Mund pipettiert und danach Goiabada (bras. Frucht) im Labor schält und isst, nachdem man mit quecksilberhaltigen Substanzen rumhantiert hat weiss ich jetzt. Und Schutzbrille scheinen hier mehr die Funktion eine Haarreifs zu übernehmen. Aber Kittel! tragen hier alle, mit kurzen Hosen und Havajanas (Badelatschen).

Montag, März 19, 2007

Nachdem ich vollständig genesen bin ging es reichlich unspäktakulär weiter. Eine Geburtstagsfeier vom Ehemann einer Arbeitskollegin meiner Tante in ihrer Chacara (Wochenendhaus), einen Anzug für eine Hochzeit nächstes Wochenende mieten und das wars.

Das beste dieses Wochenende war festzustellen, dass der von mir mitgebrachte VoIP-Adapter mit einem neuen hier erworbenen Schaltnetzteil (110/220V) einwandfrei funktioniert, sodass ich demnächsten, falls meine Wohnung/WG Internet haben sollte, unter folgender Nummer zu erreichen sein werde:

021616399251

Jaja, was das Internet so alles möglich macht. Und in wirklich guter Sprachqualität ohne Echo und Verzögerungen...

Morgen geht es nach Sao Carlos und im Laufe der Woche werde ich mir eine brasilanische Handynummer zulegen.

Freitag, März 16, 2007

?Noroviren?

Bisher habe ich wenig in Brasilien erlebt. Bis auf einen 20 minütigen Spaziergang durch ein Shopping Center (Don Pedro - Campinas) und den Besuch meines Cousins samt Frau und 8 Monate altem Baby.

Die erste so richtig aufregende Sache ging Mittwochabend los. Wer sich noch an Hygiene, den Norovirus und Bilder aus Flemmings Hygiene-Vorlesung erinnern kann, der kann sich vorstellen, was ich meine. Ich hatte überlegt Bilder zu machen. Aber das wäre wohl zu unappetitlich geworden. Mir war gar nicht klar, dass ich an dem Tag soviel gegessen hatte! Dem Klo wurde es dann auch zu viel und ich dachte mit dem Strandbesuch am Wochenende wird es nichts mehr.

Heute geht es mir allerdings deutlich besser und zwischen mir und dem Strand steht nur noch etwas Autofahrt.

Dienstag, März 13, 2007

Flug nach Brasilien


Geschafft! Nach einer Menge Strapazen, Fehlinformationen und etlichen Stunden Reisezeit (30 Stunden) bin ich endlich in Campinas angekommen, konnte ausschlafen und mich etwas von der Reise erholen.

Eigentlich sollte die Reise angenehm und entspannt ablaufen:
Abfahrt um 17:30 vom Haus meiner Eltern,
Check-In um 19 Uhr am Flughafen Köln/Bonn,
Abflug um 21 Uhr,
Ankunft montags um 5:30 Ortszeit in Sao Paulo,
den Omnibus nach Campinas nehmen
und von meiner Tante um 7:30 abgeholt werden.

So entspannte hätte sie sein können. Bis zum Check-In lief auch alles wie geplant. Nur waren ich und meine Eltern etwas irritiert, da auf dem Check-In-Schalter stand, dass der Flug nach Rio gehen würde, ich allerdings einen Direktflug nach Sao Paulo gebucht hatte. Daher hat sich mein Vater an der kürzesten Check-In-Schlange angestellt, um nachzufragen, ob wir richtig stehen.

Die Person an dem Schalter schien durch meinen Vater etwas irritiert worden zu sein, da sie als sie meinen Vater nach seinem Pass gefragt gafragt hat als Antwort nur erhilet: „Nein, einen Pass habe ich nicht.“ Währenddessen hat mich meine Mutter mit den Koffern her gewunken. Nachdem ich der Person hinter dem Schalter mein Ticket gegeben hatte, sagte sie uns, dass wir uns an der falschen Schlange (Business Class) angestellt hätten (was mir schon klar war) wir aber trotzdem schon einchecken könnten aber wg. dem Flug nach Sao Paulo nochmal an dem Schalter der BRA (die Fluggesellschaft) nachfragen sollten.

Am Schalter angekommen wurde mir gesagt, dass der Flug wohl nicht mehr direkt nach Sao Paulo fliegen würde, ich daher in Rio umsteigen müsse und mit drei Stunden Verspätung rechnen müsste, das Gepäck sollte aber direkt durch gereicht werden. Ich gab mich mit damit zufrieden, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging in den Sicherheitsbereich. Am Röntgenapparat schienen die Damen noch nie eine elektrische Geige gesehen zu haben und machten erstmal einen Sprengstofftest.

Nachdem ich eine halbe Stunde im Sicherheitsbereich herumgeschlendert bin, habe ich mir gedacht es sei Zeit durch die Passkontrolle zum meinem Gate zu gehen. Vor der Passkontrolle traf ich auf eine aufgeregt Menschenmasse und habe auf geschnappt, dass kein Flugzeug da sein, da das Flugzeug wegen einem Defekt nicht aus Brasilien nach Deutschland geflogen ist. Ich habe mich erstmal dumm gestellt, bin bis zur Passkontrolle durchgegangen.Dort wiederholte der Sicherheitsbeamte das schon gehörte. Nachdem ich mich mit der neuen Situation schon abgefunden, einen Blick auf die Anzeigetafel geworfen, den Sicherheitsbereich verlassen und bei Burger King etwas gegessen habe, erfahre ich von ein paar Mitreisenden, dass es wohl Verzehrgutscheine über 18€ gibt, über man natürlich erst auf Nachfrage informiert worden ist.

Mit meinem Verzehrgutschein bewaffnet habe ich mich dann auf den Weg zu er einzig geöffneten Lokalität gemacht, einer kleinen Bar im Sicherheitsbereich und mich dort mit Weizenbier, Kaffee und Brezel vergnügt. Die restlichen Geschäfte im Flughafen hatten bereits um 21:30 geschlossen.


Ich und die anderen Fluggäste, unter denen wirklich alles vom Geigenbauer bis zum durchgeknallten Hippie Goldschmied zu finden war, waren wirklich überrascht, dass unser Flugzeug tatsächlich um 2:30 angekommen ist. Als wir es jedoch gesehen haben viel uns erstmal die Kinnlade runter. Schäbiger ging es kaum noch. Ein winziges Flugzeug mit etwa 30 Jahre alten Ledersitzen und einem Sitzreihenabstand, bei dem ich sogar schon Probleme hatte meine Knie unterzubringen. Es ging wohl nicht mehr direkt nach Rio, sondern erst nach Lissabon. Insgesamt war dieser Flug war auch sehr unterhaltsam: Bei Turbulenzen flog ein Steward durch den Gang. Der Flug dauerte zum Glück nur 3 Stunden.

Um 7:30 ging der Flug mit einer alten Lockheed 1011 von Trans atlantic weiter nach Rio. Die Bildschirme und das Boardunterhaltungssystem waren wohl kaputt. Kopfhörer wurden keine ausgeteilt, vermutlich um die Passagiere nicht zu irritieren und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Von den zwei Toiletten funktionierte nur eine, deren Waschbecken verstopft war.


Die Landung in Rio kann man nur als aufregend bezeichnen. Das Flugzeug war schon ein etwas älteres Baujahr und ich war nur froh als es stand. Keiner der Passagiere, die einen Flug nach Sao Paulo gebucht hatten, wusste wie es weiter geht. Es wurden nur alle zum aussteigen aufgefordert. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten wurden wir von rein portugisischsprachigem Bodenpersonal empfangen, welches uns Tickets nach Sao Paulo in die Hand drückte und uns verständlich machte, dass wir alle unsere Koffer in Empfang nehmen sollte, durch die Passkontrolle müssten und neu einchecken müssten.

An dem Gate angekommen wollte uns eine „freundliche“ Dame nicht in unser Flugzeug lassen, da das Fluzeug wohl von der Toyota-Gruppe ist: „O Aviao e da Toyota!“ Nach einigem Hickhack (unsere Koffer waren schon an Board) konnten wir das Flugzeug doch betreten.


Nachdem ich in Sao Paulo war lief dann alles glatt. Nachdem ich das Busticket gekauft und eine halbe Stunde gewartet habe, war ich zwei Busstunden später in Campinas. Dort abe es dann die nächste Überraschung. Ich dachte der Bus würde bis zur Rodoviaria durchfahren. Nach dem Aussteigen wurde ich von einem Deutschen der denselben Flug gebucht hatte und in dem selben Glauben war gefragt, ob ich wüsste wie er zur Rodoviaria kommt, da er dort von seinen Bekannten abgeholt werden sollte. Eine nette junge Brasilianerin, die etwas Deutsch sprechen konnte, hat ihm ihr Handy geliehen, sodass er seine Freunde anrufen konnte, während ich hektisch nach der Celias Handynummer gesucht habe.

Als dann plötzlich Celia hinter mir stand war ich glücklich mir die Taxifahrt gespart zu haben. Mit 11:30 Studen Verspätung bin ich dann endlich in mein Bett gefallen.


Empfehlen würde ich ProSkyTravel und die BRA nur bedingt. Man kommt an sein Ziel an und erlebt auf dem Weg eine Menge. Die Frage ist nur, ob man das will.Geschafft! Nach einer Menge Strapazen, Fehlinformationen und etlichen Stunden Reisezeit (30 Stunden) bin ich endlich in Campinas angekommen, konnte ausschlafen und mich etwas von der Reise erholen.

Eigentlich sollte die Reise angenehm und entspannt ablaufen:
Abfahrt um 17:30 vom Haus meiner Eltern,
Check-In um 19 Uhr am Flughafen Köln/Bonn,
Abflug um 21 Uhr,
Ankunft montags um 5:30 Ortszeit in Sao Paulo,
den Omnibus nach Campinas nehmen
und von meiner Tante um 7:30 abgeholt werden.

So entspannte hätte sie sein können. Bis zum Check-In lief auch alles wie geplant. Nur waren ich und meine Eltern etwas irritiert, da auf dem Check-In-Schalter stand, dass der Flug nach Rio gehen würde, ich allerdings einen Direktflug nach Sao Paulo gebucht hatte. Daher hat sich mein Vater an der kürzesten Check-In-Schlange angestellt, um nachzufragen, ob wir richtig stehen.

Die Person an dem Schalter schien durch meinen Vater etwas irritiert worden zu sein, da sie als sie meinen Vater nach seinem Pass gefragt gafragt hat als Antwort nur erhilet: „Nein, einen Pass habe ich nicht.“ Währenddessen hat mich meine Mutter mit den Koffern her gewunken. Nachdem ich der Person hinter dem Schalter mein Ticket gegeben hatte, sagte sie uns, dass wir uns an der falschen Schlange (Business Class) angestellt hätten (was mir schon klar war) wir aber trotzdem schon einchecken könnten aber wg. dem Flug nach Sao Paulo nochmal an dem Schalter der BRA (die Fluggesellschaft) nachfragen sollten.

Am Schalter angekommen wurde mir gesagt, dass der Flug wohl nicht mehr direkt nach Sao Paulo fliegen würde, ich daher in Rio umsteigen müsse und mit drei Stunden Verspätung rechnen müsste, das Gepäck sollte aber direkt durch gereicht werden. Ich gab mich mit damit zufrieden, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging in den Sicherheitsbereich. Am Röntgenapparat schienen die Damen noch nie eine elektrische Geige gesehen zu haben und machten erstmal einen Sprengstofftest.

Nachdem ich eine halbe Stunde im Sicherheitsbereich herumgeschlendert bin, habe ich mir gedacht es sei Zeit durch die Passkontrolle zum meinem Gate zu gehen. Vor der Passkontrolle traf ich auf eine aufgeregt Menschenmasse und habe auf geschnappt, dass kein Flugzeug da sein, da das Flugzeug wegen einem Defekt nicht aus Brasilien nach Deutschland geflogen ist. Ich habe mich erstmal dumm gestellt, bin bis zur Passkontrolle durchgegangen.Dort wiederholte der Sicherheitsbeamte das schon gehörte. Nachdem ich mich mit der neuen Situation schon abgefunden, einen Blick auf die Anzeigetafel geworfen, den Sicherheitsbereich verlassen und bei Burger King etwas gegessen habe, erfahre ich von ein paar Mitreisenden, dass es wohl Verzehrgutscheine über 18€ gibt, über man natürlich erst auf Nachfrage informiert worden ist.

Mit meinem Verzehrgutschein bewaffnet habe ich mich dann auf den Weg zu er einzig geöffneten Lokalität gemacht, einer kleinen Bar im Sicherheitsbereich und mich dort mit Weizenbier, Kaffee und Brezel vergnügt. Die restlichen Geschäfte im Flughafen hatten bereits um 21:30 geschlossen.

Ich und die anderen Fluggäste, unter denen wirklich alles vom Geigenbauer bis zum durchgeknallten Hippie Goldschmied zu finden war, waren wirklich überrascht, dass unser Flugzeug tatsächlich um 2:30 angekommen ist. Als wir es jedoch gesehen haben viel uns erstmal die Kinnlade runter. Schäbiger ging es kaum noch. Ein winziges Flugzeug mit etwa 30 Jahre alten Ledersitzen und einem Sitzreihenabstand, bei dem ich sogar schon Probleme hatte meine Knie unterzubringen. Es ging wohl nicht mehr direkt nach Rio, sondern erst nach Lissabon. Insgesamt war dieser Flug war auch sehr unterhaltsam: Bei Turbulenzen flog ein Steward durch den Gang. Der Flug dauerte zum Glück nur 3 Stunden.

Um 7:30 ging der Flug mit einer alten Lockheed 1011 von Trans atlantic weiter nach Rio. Die Bildschirme und das Boardunterhaltungssystem waren wohl kaputt. Kopfhörer wurden keine ausgeteilt, vermutlich um die Passagiere nicht zu irritieren und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Von den zwei Toiletten funktionierte nur eine, deren Waschbecken verstopft war.

Die Landung in Rio kann man nur als aufregend bezeichnen. Das Flugzeug war schon ein etwas älteres Baujahr und ich war nur froh als es stand. Keiner der Passagiere, die einen Flug nach Sao Paulo gebucht hatten, wusste wie es weiter geht. Es wurden nur alle zum aussteigen aufgefordert. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten wurden wir von rein portugisischsprachigem Bodenpersonal empfangen, welches uns Tickets nach Sao Paulo in die Hand drückte und uns verständlich machte, dass wir alle unsere Koffer in Empfang nehmen sollte, durch die Passkontrolle müssten und neu einchecken müssten.

An dem Gate angekommen wollte uns eine „freundliche“ Dame nicht in unser Flugzeug lassen, da das Fluzeug wohl von der Toyota-Gruppe ist: „O Aviao e da Toyota!“ Nach einigem Hickhack (unsere Koffer waren schon an Board) konnten wir das Flugzeug doch betreten.

Nachdem ich in Sao Paulo war lief dann alles glatt. Nachdem ich das Busticket gekauft und eine halbe Stunde gewartet habe, war ich zwei Busstunden später in Campinas. Dort abe es dann die nächste Überraschung. Ich dachte der Bus würde bis zur Rodoviaria durchfahren. Nach dem Aussteigen wurde ich von einem Deutschen der denselben Flug gebucht hatte und in dem selben Glauben war gefragt, ob ich wüsste wie er zur Rodoviaria kommt, da er dort von seinen Bekannten abgeholt werden sollte. Eine nette junge Brasilianerin, die etwas Deutsch sprechen konnte, hat ihm ihr Handy geliehen, sodass er seine Freunde anrufen konnte, während ich hektisch nach der Celias Handynummer gesucht habe.

Als dann plötzlich Celia hinter mir stand war ich glücklich mir die Taxifahrt gespart zu haben. Mit 11:30 Studen Verspätung bin ich dann endlich in mein Bett gefallen.


Empfehlen würde ich ProSkyTravel und die BRA nur bedingt. Man kommt an sein Ziel an und erlebt auf dem Weg eine Menge. Die Frage ist nur, ob man das will.

Mittwoch, Februar 14, 2007

Projektplan und Kommunikationsschwierigkeiten per Email

Heute habe ich endlich meinen Projektplan und einen schriftlichen Beleg darüber, dass ich meine Bacherlorarbeit in Brasilien schreibe erhalten. Ich hatte schon Anfang des Monats eine Email nach Brasilien geschickt aber keine Antwort erhalten.
Einige Tage später habe ich eine zweite Emaul mit demselben Inhalt und einer Empfangsbestätigungsanfrage abgeschickt. Leider habe ich keine Empfangsbestätigung erhalten. Damit mit der Spass los.

Da ich nicht wusste, ob die Email angekommen ist und gelesen wurde oder vielleicht im SPAM-Ordner gelandet ist, ich den Titel der Bachelorarbeit (16. Feb ist Anmelde-Frist für die Fahrkostenförderung), den Projektplan für die Anmeldung der Bachelorarbeit und die Auslandsaufenthaltbestätigung für das Studierendensekretariat für eine mögliche Studiengebührenrückerstattung möglichst bald brauche, war ich natürlich kurz vorm durchdrehen.

Nach einem Anruf bei meiner Tante habe ich erfahren, dass an manchen Unis in Brasilien bereits die Ferien begonnen haben und es gut möglich ist, dass die Email einfach nicht gelesen wurden. Ich bat daraufhin meine Tante für mich an der Uni anzurufen und nachzufragen.

Heute habe ich endlich die ersehnte Email mit den Unterlagen erhalten und muss sie nur noch auf Deutsch übersetzten. Das sollte aber das geringste Problem sein. So kann es kommen mit Emails, bei denen man sich nie sicher sein kann, ob sie angekommen und gelesen wurden.

Panik vor Flug nach Brasilien

Der Flug nach Brasilien ist über ProSkyTravel gebucht. Ich bin von einigen Capoeiristas aus meiner Capoeiragruppe aufmerksam gemacht worden und fand das günstige Angebot mit dem Umstand, dass es sich dabei um einen Direktflug von Bonn nach Rio und dann nach Sao Paulo handelt sehr verlockend.

Drei Tage nach der Buchung habe ich eine Email von der Fluggesellschaft erhalten, dass mein Flug wegen mangelnder Auslastung erst am 11. März statt dem geplanten 7. März sein wird und mir wurden 100 Euro Preisabschlag angeboten.

Letzte Woche habe ich die og. Capoeiristas gefragt, wie ihr Flug nach Brasilien gelaufen ist. Sie meinten, was schlimmeres hätten sie nie im Leben erlebt. 4 Stunden Verspätung auf dem Hinflug. Angeblich soll diesselbe Crew ohne Ruhepause nach der Ankunft in Deutschland den Rückflug nach Brasilien angetreten sein, das Flugzeug hatte defekte Bremsen, etc. Auf dem Rückflug hatte das Flugzeug 12 Stunden Verspätung. Da sie nicht über die Verspätung informiert waren mussten sie die 12 Stunden am Flughafen verbringen.

Nach dieser Reisebeschreibung ist mir erstmal die Kinnlade runtergefallen. Ich kann nur hoffen, dass mein Flug besser verlaufen wird. Gestern habe ich von der Chartergesellschaft ProSkyTravel (die Fluggesellschaft nennt sich BRA) eine Email erhalten, dass mein Flug am 11. erst Abend um 21°° statt der geplanten 19°° losgeht. Ich hoffe nur, dass es dabei bleibt.

Ich werde meiner Tante empfehlen mich nicht am Flughafen abzuholen. Bzw. ich werde vor meinem Abflug nochmal genau über die geplante Ankunftszeit informieren und ggf. meine Verwandten dort benachrichtigen.

Von den versprochenen 100€ habe ich bis heute noch nichts gesehen. Falls nichts kommt werde ich vor meinem Abflug dort anrufen müssen.