
Geschafft! Nach einer Menge Strapazen, Fehlinformationen und etlichen Stunden Reisezeit (30 Stunden) bin ich endlich in Campinas angekommen, konnte ausschlafen und mich etwas von der Reise erholen.
Eigentlich sollte die Reise angenehm und entspannt ablaufen:
Abfahrt um 17:30 vom Haus meiner Eltern,
Check-In um 19 Uhr am Flughafen Köln/Bonn,
Abflug um 21 Uhr,
Ankunft montags um 5:30 Ortszeit in Sao Paulo,
den Omnibus nach Campinas nehmen
und von meiner Tante um 7:30 abgeholt werden.
So entspannte hätte sie sein können. Bis zum Check-In lief auch alles wie geplant. Nur waren ich und meine Eltern etwas irritiert, da auf dem Check-In-Schalter stand, dass der Flug nach Rio gehen würde, ich allerdings einen Direktflug nach Sao Paulo gebucht hatte. Daher hat sich mein Vater an der kürzesten Check-In-Schlange angestellt, um nachzufragen, ob wir richtig stehen.
Die Person an dem Schalter schien durch meinen Vater etwas irritiert worden zu sein, da sie als sie meinen Vater nach seinem Pass gefragt gafragt hat als Antwort nur erhilet: „Nein, einen Pass habe ich nicht.“ Währenddessen hat mich meine Mutter mit den Koffern her gewunken. Nachdem ich der Person hinter dem Schalter mein Ticket gegeben hatte, sagte sie uns, dass wir uns an der falschen Schlange (Business Class) angestellt hätten (was mir schon klar war) wir aber trotzdem schon einchecken könnten aber wg. dem Flug nach Sao Paulo nochmal an dem Schalter der BRA (die Fluggesellschaft) nachfragen sollten.
Am Schalter angekommen wurde mir gesagt, dass der Flug wohl nicht mehr direkt nach Sao Paulo fliegen würde, ich daher in Rio umsteigen müsse und mit drei Stunden Verspätung rechnen müsste, das Gepäck sollte aber direkt durch gereicht werden. Ich gab mich mit damit zufrieden, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging in den Sicherheitsbereich. Am Röntgenapparat schienen die Damen noch nie eine elektrische Geige gesehen zu haben und machten erstmal einen Sprengstofftest.
Nachdem ich eine halbe Stunde im Sicherheitsbereich herumgeschlendert bin, habe ich mir gedacht es sei Zeit durch die Passkontrolle zum meinem Gate zu gehen. Vor der Passkontrolle traf ich auf eine aufgeregt Menschenmasse und habe auf geschnappt, dass kein Flugzeug da sein, da das Flugzeug wegen einem Defekt nicht aus Brasilien nach Deutschland geflogen ist. Ich habe mich erstmal dumm gestellt, bin bis zur Passkontrolle durchgegangen.Dort wiederholte der Sicherheitsbeamte das schon gehörte. Nachdem ich mich mit der neuen Situation schon abgefunden, einen Blick auf die Anzeigetafel geworfen, den Sicherheitsbereich verlassen und bei Burger King etwas gegessen habe, erfahre ich von ein paar Mitreisenden, dass es wohl Verzehrgutscheine über 18€ gibt, über man natürlich erst auf Nachfrage informiert worden ist.
Mit meinem Verzehrgutschein bewaffnet habe ich mich dann auf den Weg zu er einzig geöffneten Lokalität gemacht, einer kleinen Bar im Sicherheitsbereich und mich dort mit Weizenbier, Kaffee und Brezel vergnügt. Die restlichen Geschäfte im Flughafen hatten bereits um 21:30 geschlossen.

Ich und die anderen Fluggäste, unter denen wirklich alles vom Geigenbauer bis zum durchgeknallten Hippie Goldschmied zu finden war, waren wirklich überrascht, dass unser Flugzeug tatsächlich um 2:30 angekommen ist. Als wir es jedoch gesehen haben viel uns erstmal die Kinnlade runter. Schäbiger ging es kaum noch. Ein winziges Flugzeug mit etwa 30 Jahre alten Ledersitzen und einem Sitzreihenabstand, bei dem ich sogar schon Probleme hatte meine Knie unterzubringen. Es ging wohl nicht mehr direkt nach Rio, sondern erst nach Lissabon. Insgesamt war dieser Flug war auch sehr unterhaltsam: Bei Turbulenzen flog ein Steward durch den Gang. Der Flug dauerte zum Glück nur 3 Stunden.
Um 7:30 ging der Flug mit einer alten Lockheed 1011 von Trans atlantic weiter nach Rio. Die Bildschirme und das Boardunterhaltungssystem waren wohl kaputt. Kopfhörer wurden keine ausgeteilt, vermutlich um die Passagiere nicht zu irritieren und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Von den zwei Toiletten funktionierte nur eine, deren Waschbecken verstopft war.

Die Landung in Rio kann man nur als aufregend bezeichnen. Das Flugzeug war schon ein etwas älteres Baujahr und ich war nur froh als es stand. Keiner der Passagiere, die einen Flug nach Sao Paulo gebucht hatten, wusste wie es weiter geht. Es wurden nur alle zum aussteigen aufgefordert. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten wurden wir von rein portugisischsprachigem Bodenpersonal empfangen, welches uns Tickets nach Sao Paulo in die Hand drückte und uns verständlich machte, dass wir alle unsere Koffer in Empfang nehmen sollte, durch die Passkontrolle müssten und neu einchecken müssten.
An dem Gate angekommen wollte uns eine „freundliche“ Dame nicht in unser Flugzeug lassen, da das Fluzeug wohl von der Toyota-Gruppe ist: „O Aviao e da Toyota!“ Nach einigem Hickhack (unsere Koffer waren schon an Board) konnten wir das Flugzeug doch betreten.

Nachdem ich in Sao Paulo war lief dann alles glatt. Nachdem ich das Busticket gekauft und eine halbe Stunde gewartet habe, war ich zwei Busstunden später in Campinas. Dort abe es dann die nächste Überraschung. Ich dachte der Bus würde bis zur Rodoviaria durchfahren. Nach dem Aussteigen wurde ich von einem Deutschen der denselben Flug gebucht hatte und in dem selben Glauben war gefragt, ob ich wüsste wie er zur Rodoviaria kommt, da er dort von seinen Bekannten abgeholt werden sollte. Eine nette junge Brasilianerin, die etwas Deutsch sprechen konnte, hat ihm ihr Handy geliehen, sodass er seine Freunde anrufen konnte, während ich hektisch nach der Celias Handynummer gesucht habe.
Als dann plötzlich Celia hinter mir stand war ich glücklich mir die Taxifahrt gespart zu haben. Mit 11:30 Studen Verspätung bin ich dann endlich in mein Bett gefallen.
Empfehlen würde ich ProSkyTravel und die BRA nur bedingt. Man kommt an sein Ziel an und erlebt auf dem Weg eine Menge. Die Frage ist nur, ob man das will.Geschafft! Nach einer Menge Strapazen, Fehlinformationen und etlichen Stunden Reisezeit (30 Stunden) bin ich endlich in Campinas angekommen, konnte ausschlafen und mich etwas von der Reise erholen.
Eigentlich sollte die Reise angenehm und entspannt ablaufen:
Abfahrt um 17:30 vom Haus meiner Eltern,
Check-In um 19 Uhr am Flughafen Köln/Bonn,
Abflug um 21 Uhr,
Ankunft montags um 5:30 Ortszeit in Sao Paulo,
den Omnibus nach Campinas nehmen
und von meiner Tante um 7:30 abgeholt werden.
So entspannte hätte sie sein können. Bis zum Check-In lief auch alles wie geplant. Nur waren ich und meine Eltern etwas irritiert, da auf dem Check-In-Schalter stand, dass der Flug nach Rio gehen würde, ich allerdings einen Direktflug nach Sao Paulo gebucht hatte. Daher hat sich mein Vater an der kürzesten Check-In-Schlange angestellt, um nachzufragen, ob wir richtig stehen.
Die Person an dem Schalter schien durch meinen Vater etwas irritiert worden zu sein, da sie als sie meinen Vater nach seinem Pass gefragt gafragt hat als Antwort nur erhilet: „Nein, einen Pass habe ich nicht.“ Währenddessen hat mich meine Mutter mit den Koffern her gewunken. Nachdem ich der Person hinter dem Schalter mein Ticket gegeben hatte, sagte sie uns, dass wir uns an der falschen Schlange (Business Class) angestellt hätten (was mir schon klar war) wir aber trotzdem schon einchecken könnten aber wg. dem Flug nach Sao Paulo nochmal an dem Schalter der BRA (die Fluggesellschaft) nachfragen sollten.
Am Schalter angekommen wurde mir gesagt, dass der Flug wohl nicht mehr direkt nach Sao Paulo fliegen würde, ich daher in Rio umsteigen müsse und mit drei Stunden Verspätung rechnen müsste, das Gepäck sollte aber direkt durch gereicht werden. Ich gab mich mit damit zufrieden, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging in den Sicherheitsbereich. Am Röntgenapparat schienen die Damen noch nie eine elektrische Geige gesehen zu haben und machten erstmal einen Sprengstofftest.
Nachdem ich eine halbe Stunde im Sicherheitsbereich herumgeschlendert bin, habe ich mir gedacht es sei Zeit durch die Passkontrolle zum meinem Gate zu gehen. Vor der Passkontrolle traf ich auf eine aufgeregt Menschenmasse und habe auf geschnappt, dass kein Flugzeug da sein, da das Flugzeug wegen einem Defekt nicht aus Brasilien nach Deutschland geflogen ist. Ich habe mich erstmal dumm gestellt, bin bis zur Passkontrolle durchgegangen.Dort wiederholte der Sicherheitsbeamte das schon gehörte. Nachdem ich mich mit der neuen Situation schon abgefunden, einen Blick auf die Anzeigetafel geworfen, den Sicherheitsbereich verlassen und bei Burger King etwas gegessen habe, erfahre ich von ein paar Mitreisenden, dass es wohl Verzehrgutscheine über 18€ gibt, über man natürlich erst auf Nachfrage informiert worden ist.
Mit meinem Verzehrgutschein bewaffnet habe ich mich dann auf den Weg zu er einzig geöffneten Lokalität gemacht, einer kleinen Bar im Sicherheitsbereich und mich dort mit Weizenbier, Kaffee und Brezel vergnügt. Die restlichen Geschäfte im Flughafen hatten bereits um 21:30 geschlossen.
Ich und die anderen Fluggäste, unter denen wirklich alles vom Geigenbauer bis zum durchgeknallten Hippie Goldschmied zu finden war, waren wirklich überrascht, dass unser Flugzeug tatsächlich um 2:30 angekommen ist. Als wir es jedoch gesehen haben viel uns erstmal die Kinnlade runter. Schäbiger ging es kaum noch. Ein winziges Flugzeug mit etwa 30 Jahre alten Ledersitzen und einem Sitzreihenabstand, bei dem ich sogar schon Probleme hatte meine Knie unterzubringen. Es ging wohl nicht mehr direkt nach Rio, sondern erst nach Lissabon. Insgesamt war dieser Flug war auch sehr unterhaltsam: Bei Turbulenzen flog ein Steward durch den Gang. Der Flug dauerte zum Glück nur 3 Stunden.
Um 7:30 ging der Flug mit einer alten Lockheed 1011 von Trans atlantic weiter nach Rio. Die Bildschirme und das Boardunterhaltungssystem waren wohl kaputt. Kopfhörer wurden keine ausgeteilt, vermutlich um die Passagiere nicht zu irritieren und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Von den zwei Toiletten funktionierte nur eine, deren Waschbecken verstopft war.
Die Landung in Rio kann man nur als aufregend bezeichnen. Das Flugzeug war schon ein etwas älteres Baujahr und ich war nur froh als es stand. Keiner der Passagiere, die einen Flug nach Sao Paulo gebucht hatten, wusste wie es weiter geht. Es wurden nur alle zum aussteigen aufgefordert. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten wurden wir von rein portugisischsprachigem Bodenpersonal empfangen, welches uns Tickets nach Sao Paulo in die Hand drückte und uns verständlich machte, dass wir alle unsere Koffer in Empfang nehmen sollte, durch die Passkontrolle müssten und neu einchecken müssten.
An dem Gate angekommen wollte uns eine „freundliche“ Dame nicht in unser Flugzeug lassen, da das Fluzeug wohl von der Toyota-Gruppe ist: „O Aviao e da Toyota!“ Nach einigem Hickhack (unsere Koffer waren schon an Board) konnten wir das Flugzeug doch betreten.
Nachdem ich in Sao Paulo war lief dann alles glatt. Nachdem ich das Busticket gekauft und eine halbe Stunde gewartet habe, war ich zwei Busstunden später in Campinas. Dort abe es dann die nächste Überraschung. Ich dachte der Bus würde bis zur Rodoviaria durchfahren. Nach dem Aussteigen wurde ich von einem Deutschen der denselben Flug gebucht hatte und in dem selben Glauben war gefragt, ob ich wüsste wie er zur Rodoviaria kommt, da er dort von seinen Bekannten abgeholt werden sollte. Eine nette junge Brasilianerin, die etwas Deutsch sprechen konnte, hat ihm ihr Handy geliehen, sodass er seine Freunde anrufen konnte, während ich hektisch nach der Celias Handynummer gesucht habe.
Als dann plötzlich Celia hinter mir stand war ich glücklich mir die Taxifahrt gespart zu haben. Mit 11:30 Studen Verspätung bin ich dann endlich in mein Bett gefallen.
Empfehlen würde ich ProSkyTravel und die BRA nur bedingt. Man kommt an sein Ziel an und erlebt auf dem Weg eine Menge. Die Frage ist nur, ob man das will.